Geschichte

Geschichte

Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen und die Zukunft nicht gestalten.

Helmut Kohl, Bundestagsrede 01.06.1995

Geschichte … ist interessant, vielseitig und unheimlich spannend!
Geschichte … führt das Wissen aus vielen Unterrichtsfächern zusammen!
Geschichte … ist immer versetzungsrelevant!
Geschichte … trainiert ein kritisches Reflexionsvermögen für ein lebenslanges Lernen!
Geschichte … ist überall!

Herzlich Willkommen liebe Besucher bei der Fachgruppe Geschichte!

Geschichte, muss das sein… ?

Geschichte ist überall? Das kommt darauf an, wie man in die Welt schaut! Im Grunde ist nichts um uns herum frei von einer Vergangenheit. Alles hat einen Anfang, entwickelt sich und nimmt sein Schicksal. Die Geschichte versucht diese Vergangenheit so gut es geht zu rekonstruieren und zu verstehen! Wozu? Naja, eventuell um unsere Gegenwart besser zu begreifen! Oder vielleicht um eine fröhliche Zukunft zu gestalten, statt in eine traurige Vergangenheit zurück zu fallen?! Beides kann nur von jedem Menschen selbst erfahren werden. Was wir aber im Anschluss gemeinsam daraus lernen wollen, entscheidet über uns und unsere Kinder!

Was bedeutet das für den Geschichtsunterricht?

Unsere Schüler begegnen der Vergangenheit mit unterschiedlichen Zugängen. Einerseits durchlaufen wir gemäß Lehrplan die Vergangenheit nach chronologischem Prinzip von der biologischen Entwicklung des Menschen, über das Leben in der Frühgeschichte, die antiken Hochkulturen, das Mittelalter, dem Aufbruch in die Neuzeit, die Entwicklung des modernen Staates, die sozio-ökonomischen Umbrüche durch die Industrialisierung, die beginnende Globalisierung mit den imperialen Konflikten bis zum Ersten Weltkrieg, die politische Radikalisierung bis zum Zweiten Weltkrieg, die Teilung Deutschlands und der Welt vor dem Hintergrund des Kalten Krieges, die Wiedervereinigung Deutschlands und die Folgen dieser langen Entwicklungslinien bis heute.
Andererseits binden wir die Lebenswelt der Schüler an vielen Stellen in die Erforschung der Vergangenheit mit ein. Über die eigenen Stammbäume sollen Schüler die Vergangenheit in ihrer Familiengeschichte entdecken. Exkursionen in der näheren Umgebung sollen den Schülern die Nähe vergangener Zeiten vergegenwärtigen. Verschiedene Projekte lassen Schüler Menschen begegnen, die hautnah von der Vergangenheit berichten können. Mögliche Bezüge zu Comics, historischen Filmen, Computerspielen, etc. greifen die multimedialen und digitalen Erfahrungsräume auf.
Das Geschichtsbewusstsein jedes Menschen entwickelt sich von der Kindheit bis ins hohe Alter kontinuierlich fort. Wir begleiten unsere Schüler dabei, schaffen immer neue Impulse, verursachen Betroffenheit und provozieren die kritische Reflexion von festen Dogmen. Am Ende der Schulzeit soll jeder Schüler in die Lage versetzt worden sein, selbstbestimmt und aktiv an der Geschichtskultur teilzunehmen.

Was bedeutet das für die Schüler*innen?

Die Aneignung historischen Wissens erfolgt im Unterricht auf vielfältige Weise. Entsprechend der Kompetenzorientierung, wie sie im Lehrplan festgeschrieben ist, werden die grundlegenden Wissensbestände vermittelt und mit den fachbezogenen Kompetenzen verzahnt ( siehe Schaubild, aus Lehrplan Geschichte Gymnasium Sachsen-Anhalt).
Die Schüler*innen erlernen dabei die fachspezifische Methodik und setzen sich zunehmend selbstständiger mit allen Arten von Quellen auseinander. Sie stellen Geschichte als Abbild der Vergangenheit in verschiedenen Formen dar und bilden zunehmend eigene reflektierte Verständnismuster für die Vergangenheit und unseren Umgang damit in der Öffentlichkeit.
In der Oberstufe wenden die Schüler*innen ihre Kompetenzen immer selbstständiger auf wissenschaftspropädeutischem Niveau an. Damit durchdringen sie komplexer werdende Problemstellungen und können auf der Grundlage solider Sachkenntnisse umfassende Bewertungen formulieren.

Was soll Geschichte nicht sein?

Die Leidenschaft beim Erforschen rätselhafter Geschichten, die verblüffenden Erkenntnisse und die Wucht der emotionalen Zugänge der Geschichte können als erhobener Zeigefinger für nahezu alle ideologischen Zwecke missbraucht werden. Auch das beweist die Geschichte immer wieder!
Ein ausdrückliches Bedürfnis unseres Unterrichtes ist es also, dass die Geschichte in keinerlei Hinsicht manipulative oder indoktrinierende Beiträge leistet. Dem Gedanken des Altkanzlers Kohl folgend sollen unsere Kinder aus ihrer Gegenwart diejenigen Fragen an die Vergangenheit stellen, die sie gemeinsam mit Blick auf ihre Zukunft zu beantworten lernen, anstatt mit den vorgefertigten Antworten Anderer leben zu müssen!

Kooperationen und Aktivitäten (Auswahl)

*Zusammenarbeit mit der Burgbücherei Wettin für verschieden Projekte
*Mitgliedschaft im Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“
(Projekte zu Stolpersteinverlegung in Wettin-Löbejün, Euthanasie im nördlichen Saalekreis, Treblinka)
*Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten
*Exkursionen zum Landesmuseum für Vor- und Frühgeschichte Halle in Klasse 5
*vielseitiges Mittelalterprojekt in Rahmen der Projektwoche in Klasse 6
*Lutherprojekt in Eisleben in Klasse 7
*Exkursion zum Konzentrationslager Buchenwald in Klasse 9
*Exkursion zur Gedenkstätte „Roter Ochse“ in Klasse 10