KURSINHALTE des Nachmittagsunterrichts KUNST

„Sehen lernen – Wahrnehmen üben – Eigenes schaffen"

KUNSTSPEZIALBEREICH A: MALEREI / GRAFIK

Was erwartet euch im Nachmittagskurs Malerei / Grafik ?

Im Nachmittagskurs Malerei / Grafik am Burg-Gymnasium Wettin begeben wir uns gemeinsam auf eine künstlerische Entdeckungsreise. Wir erforschen Fragen, die jede und jeden Kunstschaffenden beschäftigen:

Wie setze ich eine Idee sichtbar um?
Wie gelingt es, Bewegung, Raum und Atmosphäre darzustellen?
Und wie finde ich zu einer eigenen, unverwechselbaren Bildsprache?

Was dich erwartet:

Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer bringt eine eigene Persönlichkeit, Geschichte und Sicht auf die Welt mit. Diese Vielfalt ist unsere größte Stärke – im Austausch miteinander entstehen neue Gedanken, Bilder und Ausdrucksformen.
Gemeinsam lernen wir nicht nur zu malen und zu zeichnen, sondern auch zu sehen: aufmerksam, bewusst und neugierig.

Wir arbeiten mit unterschiedlichen künstlerischen Techniken und Themenfeldern, zum Beispiel:

  • Zeichnung und Malerei: Anatomie (auch mit Modell), Proportion, Perspektive
  • Grafik und Drucktechniken: Linolschnitt, Monotypie, experimentelle Druckverfahren
  • Maltechnik und Materialkunde: Leinwandbau, Farbenmischen, Pigmente und Bindemittel
  • Naturstudium und Stillleben: Beobachtung und Wiedergabe von Licht, Form und Struktur
  • Schrift und Gestaltung: die Verbindung von Wort und Bild
  • Epochen und Stile: Einblicke in die Kunstgeschichte – von der Renaissance bis zur Gegenwart

Neben der handwerklichen Übung spielt das Gespräch über Kunst eine zentrale Rolle. Wir diskutieren über Bildideen, üben uns in konstruktiver Kritik und lernen, die eigenen Werke und die der anderen bewusst zu betrachten. So entsteht ein Raum, in dem Wahrnehmung, Denken und Ausdruck eng miteinander verknüpft sind.

Unser Ziel

Der Kurs versteht sich nicht nur als Vorbereitung auf ein Kunststudium, sondern als Möglichkeit, die eigene Wahrnehmung und Ausdrucksfähigkeit zu schulen.
Wer sehen lernt, sieht die Welt anders – erkennt das Besondere im Alltäglichen und kann eigene Gedanken in Form und Farbe übersetzen.

Wir möchten Kinder und Jugendliche ermutigen,

  • neugierig zu bleiben,
  • sich auf Experimente einzulassen,
  • Zufälle zuzulassen und
  • den eigenen künstlerischen Prozess zu entdecken.

Abschlussausstellung

Am Ende jedes Schuljahres – im Juni – präsentieren wir die entstandenen Arbeiten in einer öffentlichen Ausstellung im Kunstraum Halle e.V.

Dabei übernehmen die Schüler:innen alle Schritte selbstständig oder im Team:
von der Themenfindung über die Auswahl der Exponate bis hin zu Aufbau, Hängung, Beschriftung und Eröffnung.
So erfahren sie, was es bedeutet, Kunst nicht nur zu schaffen, sondern auch zu vermitteln und sichtbar zu machen – ein Höhepunkt des Schuljahres für alle Beteiligten.

KUNSTSPEZIALBEREICH B: PLASTIK

Was erwartet euch im Nachmittagskurs PLASTIK (plastisches Gestalten)?
Es geht um das Arbeiten mit Material- Materialgefühl zu entwickeln, Form- Farbwelten, Strukturen, Oberflächen, "Material Sprachen" sehen und einsetzen zu lernen. Seine eigenen Fähigkeiten einzuschätzen und daraus einen eigenen Zugang zu Themen zu entwickeln.
In den Kursen arbeiten wir mit unterschiedlichen Materialien wie Ton, Glas, Metall, Papier, Stein...
Immer wiederkehrend bleibt wichtig: Vorstellungsvermögen, Phantasie als das wichtigste "Material" überhaupt.
Kursarbeiten unter Verwendung von Metall, Glas, Keramik, Draht zum Thema frei nach Ringelnatz "...ich würde dir ohne Bedenken eine Kachel aus meinem Ofen schenken...":

Leiterin des Nachmittagskurs für Materialverwendung und plastisches Gestalten:

Pauline Ullrich (Diplom bildende Kunst, Mitglied BBK Sachsen- Anhalt)

Als freiberufliche Künstlerin habe ich erfahren, wie wichtig die für sich selbst gemachten "Entdeckungen" am Wegesrand sein können. Beispiele: In Japan habe ich während des Studiums ganz andere Formwelten kennen gelernt, beim Studium in Schweden besondere Brenntechniken erprobt (ich arbeite vorrangig in Ton), in Dänemark mit anderen Kollegen anregende Gespräche nicht nur bei stundenlangen Bränden vor Freifeueröfen geführt, Erfahrungen im Steinbruch bei der Steinbildhauerei oder beim Bronzeguss waren ebenfalls Teil dieser ganz normalen Entdeckungsreise...
Eine ähnliche Art von "Entdeckungs- Erfahrungsreise"- ganz ohne dabei weite Fahrten unternehmen zu müssen - möchte ich den TeilnehmerInnen meiner Kurse ermöglichen.
Dass Vergleichbares in der kurzen Zeit nur bedingt geht, ist mir auch klar. Mein Versuch besteht darin, mit jedem/jeder Einzelnen gemeinsam herauszufinden, welche Stärken, besondere Fähigkeiten und Ansatzpunkte es gibt, auf denen wir gemeinsam aufbauen können.

http://paulineullrich.wix.com/pauline-ullrich

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KUNSTSPEZIALBEREICH C: DIGITALE MEDIEN/ DESIGN/ künstlerische Praxis

Im Kurs C wird für die Klassenstufen 9 bis 12 ein vierjähriger Kurszyklus angeboten, der die gestalterische Arbeit mit digitalen Medien systematisch aufbaut und erweitert. Die Inhalte wechseln halbjährlich und führen die Schüler:innen durch unterschiedliche Schwerpunkte digitaler Gestaltung und künstlerischer Praxis.

Die Grundlagen digitaler Gestaltung bilden die vier Schwerpunkte:

 

1.   Bildwelten der Fotografie, Pixelart und Vektorgrafik,

2.   Kommunikation: Farben und Texturen in der Gestaltung von Printmedien und Bildschirmdarstellung,

3.   Narration und Interaktion: Geschichten erzählen und Spiele entwickeln sowie

4.   Objekt und Bewegung: 2D/3D/4D-Darstellungen von Material, Form und Bewegung.

Die Arbeit ist projektorientiert angelegt und wird durch kleinere Vorübungen zur Wahrnehmung begleitet, in denen fotografiert, gezeichnet und gebaut wird. Es entstehen sowohl zwei- als auch dreidimensionale und interaktive Arbeiten – von Prints über digitale Bildwelten bis hin zu plastischen und performativen Formaten.

Ziel ist es, gestalterische Fähigkeiten ebenso wie ein reflektiertes Verständnis für digitale Medien als künstlerisches Ausdrucksmittel zu entwickeln.

Die Schüler:innen arbeiten mit digitalen Werkzeugen auf Smartphone, Tablet und Laptop, lernen den Umgang mit Apps, KI-gestützten Verfahren und Open-Source-Software kennen und setzen diese gezielt in eigenen Projekten ein.

Kursleitung: Christin Deringer MA of Playing and Learning