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Unsere Partnerschule aus Alūksne, Lettland zu Besuch in Wettin
- von C. Schumacher
Schüleraustausch vom 6. bis 12. September 2026
Vom 6. bis 12. September 2026 durften wir unsere lettischen Gäste aus Alūksne bei uns in Wettin begrüßen. Gemeinsam erlebten wir eine abwechslungsreiche Woche voller Begegnungen, spannender Ausflüge, kreativer Workshops und vieler gemeinsamer Momente.
Am Sonntagabend war es endlich so weit: Gegen 18 Uhr traf die lettische Gruppe mit ihrem Reisebus in Wettin ein. An der Wendeschleife direkt an der Saale wurden unsere Gäste herzlich empfangen. Bei einem kleinen Willkommensempfang im Rittersaal konnten sich Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Gastfamilien erstmals kennenlernen mit einer kleinen Erfrischung stärken, bevor die lettischen Jugendlichen mit ihren Gastfamilien in ihre gemeinsame Austauschzeit starteten.
Am nächsten Morgen begann die Woche offiziell im Rittersaal. Nach der Begrüßung durch Frau Dr. Roenneke stellten die lettischen Schülerinnen und Schüler ihre Heimat und ihre Schule vor. So bekamen wir interessante Einblicke in das Leben in Alūksne und konnten schnell feststellen, dass uns trotz der Entfernung vieles verbindet. Anschließend lernten unsere Gäste unsere Schule bei einer von Schülerinnen und Schülern geleiteten Führung kennen. Auch Wettin selbst durfte natürlich nicht fehlen: Bei einer gemeinsamen Führung entdeckten wir den Ort und seine interessante Geschichte. Kreativ wurde es anschließend bei unserem Kunstworkshop „Glas und Gips“. Aus Scherben farbiger Gläser entwickelten die Schülerteams Glasmosaike zu eigenen Kunstwerken, die als Andenken mit nach Hause genommen werden durften. Gerade hier zeigte sich, wie unkompliziert Zusammenarbeit funktionieren kann, wenn Sprache einmal nicht im Mittelpunkt steht.
Am Dienstag hieß es früh aufstehen: Unser Ziel war Berlin.Nach der Ankunft besuchten wir den Deutschen Bundestag. Besonders beeindruckend war der Blick von der Kuppel und der Dachterrasse über die Hauptstadt. Danach führte unser Weg entlang der Spree zum Bahnhof Friedrichstraße und zum Tränenpalast. Dort beschäftigten wir uns mit der deutschen Teilung und den persönlichen Geschichten, die mit diesem Ort verbunden sind. Anschließend erkundeten wir Berlin zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Vom Alexanderplatz ging es unter anderem zum Nikolaiviertel, zum Berliner Dom, über die Museumsinsel und den Gendarmenmarkt bis zum Brandenburger Tor. Ein besonderer und zugleich nachdenklicher Moment war der Besuch des Holocaust-Mahnmals. Der Tag zeigte uns Berlin aus ganz unterschiedlichen Perspektiven: als moderne Hauptstadt, als Ort politischer Entscheidungen, aber auch als Stadt, deren Geschichte bis heute sichtbar und spürbar ist.Am Abend ließen wir den ereignisreichen Tag im Bildungszentrum Elstal ausklingen.
Am Mittwoch führte uns unser Weg von Elstal nach Potsdam. Dort stand zunächst das berühmte Schloss Sanssouci auf dem Programm. Bei einer Audioguide-Führung erfuhren wir mehr über das Schloss und seine Geschichte, bevor wir gemeinsam durch den weitläufigen Park in Richtung Innenstadt spazierten. Nach einer Mittagspause erkundeten wir das Holländische Viertel und den Neuen Garten. Unser Ziel war das Schloss Cecilienhof, das als Schauplatz der Potsdamer Konferenz von 1945 eine besondere historische Bedeutung besitzt.Auch dieser Tag machte deutlich, wie vielfältig unser Austauschprogramm war: Kunst, Architektur und Natur trafen auf europäische und deutsche Geschichte.
Am Donnerstag wartete mit Dresden ein weiteres Highlight auf uns. Im Deutschen Hygiene-Museum beschäftigten wir uns bei der Führung „Abenteuer Mensch“ mit verschiedenen Fragen rund um den Menschen, seinen Körper und seine Lebenswelt.Danach blieb Zeit, Dresden auf eigene Faust zu entdecken. Bei einem gemeinsamen Stadtrundgang lernten wir die Innenstadt kennen und bekamen einen Eindruck von der besonderen Verbindung aus historischer Architektur und moderner Stadt. Am Nachmittag besuchten wir die Gläserne Manufaktur von Volkswagen. Der Blick auf moderne Produktionsprozesse bildete einen interessanten Kontrast zu den historischen Eindrücken der vergangenen Tage.
Am Freitag stand schließlich ein Thema im Mittelpunkt, das uns alle betrifft: Nachhaltigkeit.Bei den Workshops auf dem Gut Alaune konnten sich die Schülerinnen und Schüler praktisch und kreativ mit Fragen rund um nachhaltiges Leben und Wirtschaften auseinandersetzen. Dabei wurde nicht nur Wissen vermittelt – vor allem wurde gemeinsam ausprobiert, diskutiert und gearbeitet.Nach der Rückkehr nach Wettin blieb noch Zeit für Kaffee und Kuchen, bevor am Abend der große Abschluss der Austauschwoche auf dem Hof der Mittelburg. Beim gemeinsamen Grillen und Buffet kamen Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Gastfamilien noch einmal zusammen. Es wurde gegessen, gelacht, erzählt und auf die gemeinsame Woche zurückgeblickt. Spätestens an diesem Abend wurde deutlich, wie schnell aus zunächst unbekannten Gesichtern vertraute Menschen werden können. Am Samstagmorgen hieß es schließlich Abschied nehmen. Am Ort, wo alles begann, verabschiedeten wir, teils tränenreich, unsere lettischen Gäste. Unser Austausch mit Alūksne hat deshalb vor allem eines gezeigt: Europa beginnt nicht irgendwo weit entfernt – Europa beginnt dort, wo Menschen einander begegnen.Wir bedanken uns herzlich bei unseren lettischen Gästen, den Gastfamilien, den beteiligten Lehrkräften und allen, die diese besondere Woche ermöglicht und mitgestaltet haben.
Auf Wiedersehen, Alūksne – bis nächste Jahr in Lettland!









