Allgemein
Skikompaktkurs des BGW
- von C. Schumacher
Seefeld 28.02.-06.03.
Sonntag, 01.03.26 (Linn, Hanna, Sina, Emilia)
Wir hatten Klebeband am Schuh und einige Stürze, doch trotzdem verging der Sonntag in Kürze. Jedoch, bevor es am Samstag in aller Früh in die Berge ging, mussten wir erstmal die Fähre anschwingen.
Um unsere Reise zu verkürzen, um uns schneller in den Schnee zu bringen, beschloss unser Fahrer, die Fähre zu nehmen. Oh Schreck, wir stehen auf der Fähre und kamen nicht weg vom Fleck. Mit Schwung, Gas und Bremse lief die Fahrt und wir kamen an.
Am Abend in Seefeld und nach einem gar nicht so schlechten Essen fielen alle erschöpft und zufrieden in ihre Betten. Ganz nach unserem Motto “der frühe Pistenrowdy hat den größten Gaudi”, standen wir um acht in Reih und Glied.
Nach einer schönen Busfahrt sind wir am Skigebiet angekommen.
Zuerst testeten Herr Ruthenberg, Frau Freier und Frau Klausch unser Können durch eine schweißtreibende Erwärmung. Nun konnten die Fortgeschrittenen sich im Lift entspannen und heruntersausen, während die Anfänger den Hügel zu Fuß erklommen.
Ein paar Abfahrten später änderten sich die Rollen, weil die Lehrer sagten, dass sie nicht mehr wollen.
So schnappt sich jeder Profi einen Paten und brachte ihn zu großen Taten. Um 15 Uhr nahm der Spaß vermeintlich sein Ende. Im Skibus landeten nur Anfänger, denn ihre Muskeln sprachen Bände. Die Fortgeschrittenen wagten ein letztes Abenteuer und gaben noch einmal richtig Feuer auf den größten aller Pisten, trotz brennender Waden, schmeißen wir am zweiten Tag auf jeden Fall den Laden.
Mit viel Freude und Elan auf hoffentlich frischen Bahnen.
Montag, 02.03.26 (Nike, Lucy, Emma)
Der Skitag startete mit einer guten Portion Käsespätzle mit Ketchup nach der unsere Anfänger hochmotiviert und voll aufgewärmt weiter an ihrer Pizza üben durften, während die schon Fortgeschrittenen neue Wege erkundeten und diese mit Pflug, Stock und "Rum" unsicher machten. Dank der warmen, schweißtreibenden Temperaturen, war das uns heute verfolgende Hinfallen eine willkommene Abkühlung, die vor allem einer von uns (Richard) besonders oft genießen durfte. Nach einer langen, wohlverdienten Pause und einer zweiten musikalischen Erwärmung, ging es für die gesamte Gruppe auf die neue Piste, auf der die nun schon fortgeschrittenen Anfänger todesmutig und unter professioneller Anleitung ihrer Mitschüler, ihren ersten steilen Abhang im Schneepflug bewältigten. Nach vielen Höhen und Tiefen ließen die meisten den anstrengenden Tag gemütlich auf der Alm ausklingen, während manch anderer die fast menschenleere Piste in Angriff nahm und noch einmal den Blick auf sonnenbeschienene Berge genoss.
Neben einem neu aufgestellten Weltrekord in der Gruppenkategorie „Umfahren und Umgefahren werden“, können alle beteiligten Lernenden und Lehrenden stolz auf ihre Leistung und ihren Fortschritt sein.
Und damit ein dreifaches „Schi foan!“ und hoffentlich weitere erfolgreiche Tage.
Dienstag, 03.03.26 (Pablo, Lea)
Für alle begann der Tag sicher, außer für Pablo, der sich seine Sicherheit erstmal schnell von der Ski-Ausleihe holen musste. Nach seiner Sprinteinheit konnten wir endlich alle zum Bus laufen und uns auf den Weg zur Piste machen. Dort erwartete uns ein Ausflug ins mehr oder weniger kühle Lettland mit „Genoveva“.
Heute durften die Fortgeschrittenen und sogar die, die es mal werden wollen direkt zum Birkenlift.
Es wurde fleißig für unsere ersten LK’s geübt. Die fortgeschrittenen Anfänger mussten dabei einen steilen Hang in sämtlichen Techniken besteigen, der dem Schulweg unserer Eltern gleicht. Währenddessen hat sich der Spezialtrupp per Discotunnel zur Pflugbogen-LK kutschieren lassen.
Nach einer ausgiebigen Pause beim Griechen haben wir in unserer 2. Erwärmung Gesellschaft bekommen von Joline, die uns mit ihrer Gruppe verwechselt hat und auch irgendwie die Anatomie ihrer Beine mit der einer Schlange vertauschte. Wir hoffen es geht ihr und ihrer Gruppe gut, nachdem ihre unzähligen Stürze unsere Liftfahrt cinematisch ausgeschmückt haben.
Wie immer ging unsere Reise, nachdem der Anfängerhügel bewältigt wurde, zur Rosshütte, wo sich der Busfahrer entschied nur 8 Leute von uns mitzunehmen und den Rest erst nach einer kleinen Stadtrundfahrt einzusacken. Am Depot bildeten sich drei Gruppen: Die Pistenraudis, Die Heimscheißer und die Shoppingqueens.
Auch wenn man bis hier dachte, Richard ist kein Teil des Berichts, fand er heute seinen großen Auftritt auf dem Weg zum Supermarkt. Von Karlo, der den kleinen Bach mit Bravour überwinden konnte, hätte Richard nur träumen können. Stattdessen kam er mit nassen Schuhen und Kratzern vom Kampf gegen die Sträucher zurück. Letztendlich fanden alle drei Grüppchen ihren Weg zurück in den Alpenkönig.
Außerdem sind wir stolz auf alle Fortschritte, egal ob Anfänger oder Profis und möchten vor allem Hanna und Emilia besonders hervorheben.
PS: Wir hoffen Richards Schuhe sind trocken geworden.
Mittwoch, 04.03.26 (Jonas, Arthur, Kay)
Skifahren bei durchschnittlich 10 Grad klingt erstmal komisch, aber wir haben es an unserem 4 Skitag trotzdem geschafft. Obwohl sich neben den Pisten schon Wiesen ihren Weg bahnten und wir manchmal lieber eine kurze statt einer Thermohose getragen hätten, haben wir auch diesen Tag mit großem Erfolg gemeistert. Nachdem sich alle im Hotelrestaurant eingefunden hatten, wurde Frau Klausch mit einer Geburtstagstorte und dem Gesang von 16, teilweise noch fast schlafenden, aber hochmotivierten Skiathleten zum Geburtstag beglückwünscht. Nachdem sich alle gestärkt haben, ging es mit einer Armee aus 60 Grundschulkindern, welche alle heiß auf Skifahren waren, mit dem Bus Richtung Depot. Durch den Einsatz von Star DJane Nike, verwandelte sich der Bus zu einer Disco. Nach der Busfahrt, die eher einer Hütte beim Après-Ski ähnelte, stiegen alle in ihre Skischuhe und fanden ihren Weg zum Treffpunkt zur heutigen Aufwärmung. Darauf folgte unsere erste Abfahrt der blauen Piste mit allen Teilnehmern, welche sich seit gestern stolz als Fortgeschrittene und Profis bezeichnen dürfen. Nach einer gelungenen Abfahrt, welche für einige von uns anfangs eher an ein Horror Szenario erinnerte, waren alle reichlich stolz auf sich und die Gruppe, denn außer ein zwei Unterbrechungen, gelangten alle an den Fuß der Piste. Vollkommen überzeugt von den eigenen Fähigkeiten und denen der Gruppe fuhren wir mit einer Bergbahn, welche an die Lokomotive von Jim Knopf erinnerte den Berg hinauf. Oben angekommen, zeichnete sich das gesamte, für die Anfänger erstmal erschreckende Bild einer großen Piste ab. Klar war jedoch: Wer oben ist, muss auch auf dem besten Weg wieder nach unten. Also auf die Piste fertig los. Mit einigen Pausen, jedoch sicher meisterten alle die blaue Piste, zeitweise sogar mit Schuss den Abhang hinab. Leicht überwältig von der eigenen Leistung, blieben die Fortgeschrittenen erst einmal unten am Hang, während die Profis noch einmal zeigten, wie man auf dem schnellsten und sichersten Weg einen Berg herunterfährt. Mit Schuss und der Hoffnung auf genug Platzt zum Bremsen. Nach einer kleinen Busfahrt zu dem uns schon bekannten Anfängerhügel, suchten sich alle Teilnehmer ihren Weg zum Maskottchen „Birki“ und wir begaben uns in die wohlverdiente Mittagspause. Mit vollem Magen und der Verschwörungstheorie von Richard, dass in einem Restaurant in seiner Nähe Waschbärfleisch verkauft wird, ging es in die zweite Aufwärmung. Leicht erschöpft von einer tänzerischen Aufwärmung zu Makarena ging es für beide Gruppen wieder in die Übungsphase, welche zwar ergiebig, aber teilweise auch sehr heiß war. Abschließen gelangten alle wieder zum Hotel, auch wenn einige ihr Können noch einmal auf den großen Pisten von Seefeld unter Beweis stellten. Beste Grüße wünscht euch die erschöpfte aber weiterhin motivierte Skimannschaft aus Seefeld.
Donnerstag 05.03.26 (Karlo, Richard)
Ein verdächtig verrückter Tag!
Nachdem sich die Teilnehmenden den Bauch beim Buffet vollschlugen, folgte die alltägliche Reise zur Piste. Auch heute sollte die Busfahrt wieder zur Disco werden, aber nur so lange, bis der Kotzkomet einschlug, denn danach lag der volle Fokus wieder auf der Verbesserung unserer Ski-Skills.
Nachdem Richard und Karlo eine phänomenale Performance bei der Aufwärmung lieferten, hieß es erstmal: Leistungskontrolle! Das vermeintlich leichte Bremsen wurde für einige zur Königsdisziplin und ein paar Stürze waren nicht zu vermeiden, doch letztlich haben es alle Teilnehmenden, wie zu erwarten, in vollem Umfang bewältigt. Daraufhin folgten die LKs des „Pflugbogen, Schwingen, Beendens“ und „parallelen Grundschwungs“. Obwohl die Pistenraudis auch diese Leistungskontrolle erschwerten, haben sich alle wacker geschlagen und gezeigt, was sie von ihren Mentoren gelernt haben.
Nach einer kurzen Pause fuhren die Schüler hochmotiviert mit der Bergbahn nach oben, woraufhin eine wunderbar strukturierte Abfahrt folgte, die den Anweisungen des Lehrbuchs nicht besser hätte gleichen können. Zum Vorteil der Schüler wurde eine Verschnaufpause auf der Baude eingelegt, bei der sich alle erneut ausgiebig sättigten und die Sonne genossen. Kurz danach folgte die „Blitzerwärmung“ von Herrn Ruthenberg, der mittlerweile ins Gockelkostüm geschlüpft war, denn heutiges Motto war „Skifasching“.
Nach einer wiederholt schönen Abfahrt folgten die Auffahrt mit der Bergbahn und die Erklimmung des Seefelder Jochs, mithilfe der 30-Mann-Gondel, die allen einen wunderschönen Ausblick über die Berge des Skigebiets ermöglichte.
Nachdem alle die Spitze des Berges erkundet und allerhand Fotos geknipst hatten, war die Urkundenverleihung sowie unsere Taufe an der Reihe. Der Berg-Yeti, beschworen von Herrn Ruthenberg, stellte zunächst die Opfergabe eines männlichen und weiblichen Schneemanns voraus, bevor wir unsere wohlverdienten Urkunden erhielten. Den Wettbewerb gewannen die Mädchen nicht ganz knapp, da das Ergebnis der Jungen vermeintlich ein bisschen zu viel Interpretationsspielraum voraussetzte.
Nachdem letztendlich alle ihren Pistennamen angenommen und durch einige anspruchsvolle Challenges verdient hatten, hieß es für einige: Hinunter mit der Gondel und für die anderen: Auf geht’s auf die schwarze Pischt‘! Auch diese Abfahrt wurde mit Bravour gemeistert.
Als alle heil unten ankamen, war mal wieder die Busfahrt an der Reihe. Mit Begleitung in Form von fremden Alkoholleichen und Urlaubsgespenstern stellte sich auch diese Fahrt als Unikat heraus. Auch bei der Abgabe der Ski begleiteten uns die Raudis ein weiteres Mal. Es folgten hitzige Auseinandersetzungen zwischen Verleih und Raudis, die augenscheinlich keine Vorgesetzten mit im Gepäck hatten. Vielleicht haben aber auch diese nur zu weit ins Glas geschaut.
Anschließend begaben sich alle Teilnehmenden wieder auf die Zimmer und beendeten den letzten Ausflug mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Wir sind alle zuversichtlich und dankbar für die unvergessliche Zeit und die einzigartigen Momente, die den Ausflug zu dem machten, was er ist: ein Privileg.
Vielen Dank an unsere überaus kompetenten Begleiter und Mentoren für diesen Trip.
Es war uns eine Ehre.
Darauf ein dreifaches: Schi foan, Schi foan, Schi foan!









